Jüdisches Museum Steinbach am Glan
Öffnungszeiten:erster und dritter Sonntag im Monat 15.00 bis 17.00 oder nach Absprache. (Von Dezember - Februar nur nach Voranmeldung geöffnet)

Der jüdische Friedhof der östlich von Steinbach liegt, kann immer besucht werden.

Ortsgemeinde Steinbach

Schautafeln informieren über die erste urkundliche Erwähnung von "Schmul Levi" im Jahre 1638 und erklären die Entwicklung der jüdischen Bevölkerung und ihre Kultur. Schautafeln
Glasvitrinen Zum Teil Jahrhunderte alte Gebrauchs- und Ritualgegenstände, werden in Glasvitrinen gezeigt.
Mehr als 200 Jahre jüdisches Leben werden dargestellt und dokumentiert..
In Steinbach am Glan wurde 1725 eine der frühesten Synagogen jüdischer Landgemeinden errichtet. Zu dieser Zeit lebten schon seit Jahrzehnten Juden in der Region. Der Ort entwickelte sich zu einem Zentrum des jüdischen Lebens in der Westpfalz. Als sich in der Mitte des 19. Jahrh. der Bevölkerungsanteil zu fast 30 Prozent aus Mitgliedern der jüdischen Kultusgemeinde zusammensetzte, hatte sich der Alltag zwischen Christen und Juden genauso eingespielt wie zwischen Protestanten und Katholiken. Sie alle taten ihr Bestes, um in dem armen Landstrich des Westrich ihr Auskommen für sich und ihre Familien zu sichern.
Das Miteinander brachte für alle Vorteile. Ein auffallendes Beispiel ist der Gründer der westpfälz. Diamantindustrie, Isidor Triefus, der seine internationalen Kontakte zum Wohle der ganzen Region nutzen konnte.
Nach dem 1. Weltkrieg setzen sich völkische und antisemitische Strömungen auch in dem Seitental des Glans durch. Für die in der Kultusgemeinde Steinbach lebenden Juden brach mit der Gründung der "Deutsche Arbeiterpartei" und den Folgegründungen der NSDAP in der Pfalz eine schlimme Zeit an.